Adelsstand

Erhebung in den Adelsstand

Sie wollten schon immer gerne in den Adelsstand erhoben werden? Bei Ihrer ersten Ballonfahrt gehört dieses großartige Ereignis immer mit dazu! Denn die Erhebung in den Adelsstand der Aeronauten ist ein feierlicher Aufnahmeritus, mit dem ein Erstfahrer als Aeronaut geehrt wird. Hat sich der neue Ballonfahrer bei der Fahrt als würdig erwiesen und die Adelspflichten anerkannt, so wird er mit einer feierlichen Taufzeremonie in den Luftadel aufgenommen. Dabei wird der Täufling entweder von seinem Ballonpiloten oder von einem anderen Adeligen in den Adelsstand der Luftfahrer erhoben. Diese Idee stammt noch aus der Zeit des französischen Königshofes, als sich nur Adelige mit dem Ballon in die Lüfte erheben sollten. Ja, und so etwas Besonderes ist die Ballonfahrt auch heute noch!

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Vollzogen wird die Erhebung in den Adelsstand mit der Taufe, indem der Täufling mit Sekt oder auch schon mal mit Champagner übergossen wird und auch mit der Erde, die ihn nach seiner ersten Landung wieder hat. Dabei wird eine besondere Taufformel gesprochen. Erhebung in den AdelsstandÜblicherweise kniet der Knappe oder Ballonknecht bei der Taufe vor seinem Ballonfahrer, meistens direkt im Anschluss an die Ballonfahrt selbst. Bei der Zeremonie wird kund und zu Wissen getan, dass Friedrich Dunker ab jetzt eben Friedrich Graf Dunker von Bremen heißt. Ob Katharina Müller oder Friedrich Dunker – das Ritual ist eine unvergessliche Veranstaltung für alle: für die mitgebrachten Gästen, die Landbesitzer und auch für alle vorübergehenden Passanten. So haben Sie nicht nur selbst etwas von Ihrer Erhebung in den Adelsstand, sondern auch für Ihre Freunde, Ihre Familie und zahlreiche Zuschauer ist es eine tolle Attraktion.

Traditionelle Erhebung in den Adelsstand 

In formaler Hinsicht unterscheiden sich die Ballonfahrer in der Taufpraxis je nach Ballonpilot und Region. Während die einen den Täufling mit Sekt übergießen, wird bei den anderen nur eine Locke des zu Taufenden eingetaucht. Die verwendete Taufformel weist in der Praxis der verschiedenen Bundesländer mit einem Nord-Süd-Gefälle ebenfalls Unterschiede auf. Zudem gilt die symbolische Taufhandlung bei einigen Ballonfahrern als Voraussetzung für die Eingliederung in die Ballonfahrer-Gemeinschaft. Andere sehen in ihr eher eine symbolische Handlung, die die genannten Vorgänge nicht bewirkt, sondern sie lediglich besiegelt. Manchmal genügt als Ballonfahrer-Taufe bereits die Berührung mit der Hand, wie sie schon beim Ritterschlag üblich gewesen sein soll. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass alle genannten Formen schon längere Zeit nebeneinander praktiziert werden.

Je nach Ballonfahrt-Region gibt es anschließend an die Taufzeremonie einen individuellen Taufbrief oder als Alternative verschiedene Metallabzeichen, wie Pins oder Anstecknadeln, die sich wiederum durch ihren Schriftzug, ein Logo oder ein anderes Motiv unterscheiden können. Die Pins bzw. Anstecknadeln sind oft aus stabilem Metall gefertigt oder werden als Metallabzeichen mit Gedenkprägung, sogenannte Plaketten, verliehen. Der Clou: Vereinzelt werden die raffinierten Metallabzeichen aus eingeschmolzenen Metallteilen spezieller Herkunft geprägt, zum Beispiel aus Stücken eines abgestürzten Luftschiffs oder einer Lokomotive. Manchmal werden sie auch aus dem Kupferblech vom Dach eines Rathauses oder einer Kirche wie der St.- Georg- Kirche in Sottrum hergestellt. Der Fantasie der Ballonpiloten sind da keine Grenzen gesetzt.

Taufe oder Ritterschlag

Trotz all dieser Abzeichen bedeutet die Ballonfahrertaufe natürlich nicht die tatsächliche Standeserhebung, stattdessen kommt das Ritual eher einer Ordensverleihung gleich.

Dabei gelten folgende Werte als zukunftsweisend, erstrebenswert und erhaltenswert und als Ehrenkodex des Ballonadels, an dem jeder Edelmann und jede Edelfrau sich messen lassen sollte: aktive Teilnahme, Förderung von Ballonfahrten und der Zusammengehörigkeit zwischen den Ballonpiloten und die Anerkennung der Ballonfahrer als Ausgangspunkt der Luftfahrt. Darüber hinaus gehören auch die Würdigung der Ballonfahrer und der Schönheit der Luftfahrerei, der Schutz des kulturellen Erbes und die Erinnerung an die Verstorbenen dazu. Aber auch die Erhaltung der Ballonfahrer-Traditionen, nur vom Fahren zu sprechen und nicht mehr vom Fliegen, die persönliche Solidarität und die Achtung zwischen den Generationen sind für einen echten Ballonfahrer von großer Bedeutung. Kurzum: Als Ballonfahrer im Adelsstand sollte man den Sinn der Ballonfahrt darin sehen, Herausragendes anzustreben und stets ein Vorbild sein.

Alles rund um die Geschichte der Erhebung in den Adelsstand

Am 21. November 1783 stieg zum ersten Mal ein bemannter Heißluftballon in den Himmel über Versailles und Paris auf. Der König von Frankreich war so begeistert, dass er die Erbauer sogleich in den Adelsstand erhob und ihnen einen Adelstitel verlieh. Bei diesen ersten Ballonfahrern handelte es sich um die Brüder Montgolfier, gemeinsam mit den Piloten Jean-François Pilâtre de Rozier und François d’Arlandes. Aber auch Prof. Jacques Charles und Marie-Noël Robert konnten sich über einen Ballonfahrt-Adelstitel freuen, nachdem sie 10 Tage später mit dem ersten Gasballon gestartet waren. In Erinnerung an diese Ehre werden bis heute alle Ballonfahrer „geadelt“.

Faktoren der Erhebung in den Adelsstand

Schade ist, dass die Erfinder der Heißluftballone, die Brüder Montgolfier Etienne und Joseph Montgolfier, nun zwar einen Adelstitel trugen, der sich damals aber kaum in finanziellem Gewinn niederschlug. Deshalb wandten sich die Brüder wieder der Papierfabrikation im elterlichen Betrieb zu. Als Papierfabrikanten zu arbeiten, wurde wieder Priorität, sodass sie leider immer weniger dazu kamen, noch genug Zeit in die Forschung und Weiterentwicklung ihrer Montgolfière zu investieren. Wer weiß, wohin die Ballonfahrt sie sonst gebracht hätte?

Die Tradition der Ballonfahrer-Taufe hat sich glücklicherweise trotzdem bis heute erhalten. Weil jeder Erstfahrer im Heißluftballon und Gasballon nach alter Überlieferung mit einer „Taufe“ der Ballonfahrer in den Adel erhoben wird, stieg die Zahl der Adeligen in Norddeutschland im Landkreis Rotenburg kräftig an. Was kaum einer weiß: Mit der „Taufe“ bekommen alle „Blaublütigen“ die Ländereien „geschenkt“, die sie während ihrer ersten Heißluftballonfahrt oder mit dem Gasballon überfahren haben. Die Schenkung beginnt allerdings erst hundert Meter über allem: dem Boden, der Frucht oder der Bebauung, wobei es nach oben keine Begrenzung gibt. Damit ist und bleibt die schönste Belohnung die freie Sicht in alle Himmelsrichtungen! So steigen Sie nach Ihrer Erhebung in den Adelsstand am besten gleich wieder auf, um das Recht auf „ihr Land“ direkt geltend zu machen.

Die Erhebung in den Adelsstand

Eins können Ihnen Ballonpiloten aus Erfahrung sagen: Eine herrliche romantische Heißluftballonfahrt mit Erhebung in den Adelsstand macht Appetit, es gibt nichts Besseres danach, als ein leckeres „Taufessen“. Dabei lassen Sie die Erhebung in den Adelsstand gemeinsam mit der Crew ausklingen. Mit einem ausgiebigen Picknick am Landeort, in einem Biergarten, in einer Kaffeestube oder im Hotel schenken Sie diesem denkwürdigen Tag einen krönenden Abschluss. Während der Stärkung können Sie die unglaublichen Eindrücke Ihrer Erhebung in den Adelsstand noch einmal in aller Ruhe Revue passieren lassen. Vergessen werden Sie diesen Tag auf alle Fälle nie.

Als unvergessliches Erlebnis planen

Je nach Jahreszeit bieten wir Ihnen weitere Ballonfahrt-Highlights: Lassen Sie sich vom Wind über Hamburg, Bremen, Niedersachsen oder tosende Flussläufe treiben. Entdecken Sie das Wümme-Delta, Scheeßel, Rotenburg, Ottersberg und die traumhafte Gegend drum herum oder erleben Sie bei einer einzigartigen Ballonfahrt-Alpenfahrt die Schneelandschaften vom Heißluftballon aus. So eine traumhafte Alpenfahrt haben Sie bestimmt noch nie erlebt! Wohin es Ihren Heißluftballon auch zieht: Jede Erhebung in den Adelstand der Luftfahrer beginnt mit einem ersten Schritt – oder einer Buchung bei uns. Sind Sie dabei?