FAQ’s

Warum heißt es Ballonfahrer?

Warum sagt man Ballon fahren und nicht Ballon fliegen?

Dafür gibt es einen physikalischen und einen historischen Grund. Der physikalische besagt, dass alles was schwerer ist als Luft fliegt (Flugzeuge, Hubschrauber) und alles Leichtere fährt (Ballone, Luftschiffe). Zusätzlich spielt auch der Auftrieb eine Rolle. Flugzeuge müssen dynamische Luftbewegungen erzeugen um das hohe Gewicht in die Luft zu bringen. Ballone steigen nur durch die erzeugte Warmluft auf. In der Geschichte der Ballonfahrt sprachen die ersten Ballonpioniere, dass sie ins Luftmeer entschweben. So bot sich der Vergleich zur Schifffahrt an. Die Schiffe fahren durch das Wassermeer und die Ballone eben durch das Luftmeer.

Ballonfahrer haben ein sehr intensives Naturerlebnis. Während der Fahrt in meist ruhiger Luft, die Sicht aus dem Korb, aus der Vogelperspektive, ist eindrucksvoll und herrlich, vor allem über Wege wo sonst keine Wege sind, wenn naturnahe Landschaften unter einem liegen. Mitunter begleiten Vögel die Ballone, manche machen sogar kurz Rast auf dem Ballon und fahren ein Stück des Weges mit. In der Ballongondel, herrscht totale Windstille, die Geräusche, Stimmen und Rufe von unten am Boden sind auch aus größerer Distanz gut zu hören. Besonders eindrucksvoll sind sie bei der Nachtfahrt zum Sonnenaufgang. Und der Geruch der jeweiligen Landschaft fährt stets mit.

Ballonfahren ist herrlich!

Braucht man zum Ballon fahren einen Ausbildung?

Als Ballonpilot braucht man eine Privat-Piloten Lizenz (PPL) wie Motor- oder Segelflugzeugführer auch. Die theoretische Ausbildung zum Freiballonpiloten umfasst die Fächer „Luftrecht“, „Navigation“ und „Meteorologie“ sowie „Technik“ und „Verhalten in besonderen Fällen“. Der theoretische Unterricht erfolgt meist in Form eines Lehrgangs mit anschließender theoretischer Prüfung in der zuständigen Luftfahrtbehörde. Im Rahmen der praktischen Ausbildung muss der „Fahrschüler“ Starts und Landungen absolvieren. Davon sollen jeweils Fahrten bei Außentemperaturen unter 0°C bzw. über 20°C durchgeführt werden. Bei der praktischen Ausbildung sollte sowohl in Sommer- als auch in den Wintermonaten gefahren werden. Die Ausbildung zum Freiballonführer kann man in einer gewerblichen Flugschule absolvieren.

Kann man beim Ballonfahren luftkrank werden? Es gibt beim Ballonfahren keine Reisekrankheit oder auch Bewegungskrankheit die körperliche Reaktionen wie Blässe, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen auslösen die durch ungewohnte Bewegungen etwa in einem Reisebus oder in einem Wolkenkratzer ausgelöst werden. Also keine Seekrankheit beim Ballonfahren und es gibt auch keine Luftkrankheit im Ballon.

Was ist so Interessant beim Ballonfahren?

Das Abheben des Ballons vom Gras es erfolgt mit einem sanften steigen in die Höhe ganz ohne diesen Fahrstuhl Effekt! Über den Startplatz hinweg, immer weiter, bis der breite dunkle Schatten des Ballons nicht mehr auf den Startplatz fällt. Während die Erde langsam unter einem vorbeizieht, ein dahin gleiten in völliger Ruhe über Wege wo sonst keine Wege sind, mit Blick, auf eine Miniaturlandschaft. Die Vogelperspektive ermöglicht ein faszinierendes Panorama , Zeit um Ruhe zu finden.

Kann man beim Ballonfahren luftkrank werden?

Es gibt beim Ballonfahren keine Reisekrankheit oder auch Bewegungskrankheit die körperliche Reaktionen wie Blässe, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen auslösen die durch ungewohnte Bewegungen etwa in einem Reisebus oder in einem Wolkenkratzer ausgelöst werden. Also keine Seekrankheit beim Ballonfahren und es gibt auch keine Luftkrankheit im Ballon.

Muss ich beim Auf- und Abbau des Ballons mithelfen?

Wir brauchen vier Helfer zum Aufbau (Fahrgäste oder auch Angehörige); es muss also nicht jeder mithelfen. Wenn gesundheitliche Gründe dagegensprechen, kann das Event auch ohne Mitarbeit genossen werden.

Wo Starten die Ballonfahrer?

Wir starten zur Ballonfahrt auf genehmigten Startplätzen in Bremen Hamburg und auch auf Plätzen in Ihrer Region.

Wo landet ein Heißluftballon?

Überall dort, wo ein entsprechendes Landeareal vorhanden ist. Am besten natürlich auf einer schönen Wiese ohne Hindernisse und Tiere.

Wie hoch fahren Ballone?

Die ideale Ballonfahrthöhe liegt zwischen 200 und 500 Metern. Da kann man schon schön weit gucken und trotzdem unten noch alles erkennen. Höher als 500 Meter bringt für die Fernsicht kaum Gewinn, hier im Raum haben wir eh meist eine Begrenzung auf 1000 Meter wegen der Blechflugzeuge. Technisch wären für Ballone 7000 Meter kein Problem. Das haben wir auch schon mehrfach bewiesen – doch keine Sorge, das muten wir Ihnen nicht zu!

Darf ein Ballon überall landen?

Ja, da ein Ballon nicht steuerbar ist, gibt es laut Luftrecht eine allgemeine Außenlandeerlaubnis. § 25 Abs. 2 des Luftverkehrsgesetzes gibt dem Ballonpiloten das Recht, auf fremdem Boden zu landen, einen Wiederstart auszuführen oder den Heißluftballon nach der Landung vom Gelände abzutransportieren. landenDas heißt, ein Ballon darf ohne Erlaubnis des Grundstückseigentümers auf seinem Grund landen und dieser darf Wiederstart oder Abtransport auch nicht verhindern. Ist bei der Landung ein Schaden am Grundstück entstanden, wird dieser im Gegenzug über die Haftpflichtversicherung des Ballons gedeckt.

Ein verantwortungsvoller Ballonpilot wird versuchen – ohne Schaden anzurichten – auf einem für das Verfolgerfahrzeug gut zugänglichen Platz zu landen. Oberstes Gebot ist allerdings die Sicherheit der Menschen im Korb.

Wie die Landung abläuft

So aufregend wie ein Ballonstart ist, so spannend ist am Ende des Ballonflugs auch die Landung. Allgemein ist dabei wichtig, dass der Ballon mit dem Wind driftet. Seine Fahrtrichtung kann nur bedingt über Änderung der Flughöhe etwas gesteuert werden, indem die Windrichtung in verschiedenen Höhen ausgenutzt wird. Nach der Fahrtzeit, die meistens mindestens eine Stunde dauert, schaut sich der Ballonpilot nach einem geeigneten Landeplatz um. Wenn kein Wind ist oder der Heißluftballon an einer windgeschützten Stelle landen kann, können die Fahrgäste aus dem „stehenden“ Ballon aussteigen. Dazu warten die Fahrgäste aber auf das Kommando des Piloten, denn nur er weiß aus Erfahrung, wann der richtige Zeitpunkt zum Aussteigen gekommen ist.

Ist kein entsprechender windstiller Landeplatz zu finden und damit eine „stehende“ Landung unmöglich, bremst der Ballonpilot mittels Bodenberührung den Ballon zunächst etwas ab. Danach öffnet er schnell das Ventil oben am Heißluftballon, um die Hülle zu entleeren und den Ballon vollends zu stoppen. Dabei kippt der Ballonkorb zumeist ganz langsam um, was dem Landevergnügen aber keinen Abbruch tut. Denn es ist ein spannendes Erlebnis zu sehen, wie der Ballon mit seiner Gesamtmasse von etwa 5 t innerhalb kürzester Zeit von ca. 30 km/h auf Stillstand abgebremst wird.

Wieso eine Taufe beim Ballonfahren?

Tradition Ballonfahrertaufe

Taufe: Ballonfahrertaufe woher stammt der Brauch?

Ballonfahren war von Anfang an etwas ganz Besonderes und in den ersten Jahren ausschließlich dem Adel vorbehalten. Aus dieser Zeit stammt auch noch die Tradition, einen Ballonfahrer nach seiner Erstfahrt zu „taufen“.

Nach der ersten Ballonfahrt folgt bis heute das Taufritual: eine Art Ritterschlag, bei dem der Pilot jeden Passagier feierlich in die Kaste der Ballonfahrer begrüßt. Es fallen skurrile Sätze wie „Horst, du wirst in den Adelsstand der Ballonfahrer aufgenommen. Als Graf Horst, mutiger Ballonfahrer der Ballonfahrt von Bremen unter dem herrlichen Himmel des Nordens“. Dabei bekommen die Erstfahrer in der Regel altehrwürdige Titel wie Luftgräfin, Junker, Prinzessin, Baron oder Ritter. Damit wird der Ballonfahrer in den Adelsstand erhoben, was meistens mit einer Urkunde besiegelt und danach feierlich begossen wird.

Dabei kann das Taufritual bei jedem Ballonpiloten etwas anders aussehen. Ein unvergessliches Erlebnis ist es aber immer!

Warum gibt es eine Taufe beim Ballonfahren?

Um die Ballontaufe ranken sich verschiedene Geschichten. Dabei soll König Ludwig der XVI. von Frankreich unglaublich beeindruckt gewesen sein, als er den ersten Heißluftballon am Himmel gesehen hat. Das war im November 1783, als die Brüder Montgolfier über Versailles und Paris ihr Luftgefährt in den Himmel aufsteigen ließen. Zusammen mit den Ballonpiloten Jean-François Pilâtre de Rozier und François d’Arlandes. Die beiden Ballonerbauer wurden kurzerhand von König Ludwig XVI. in den Adelsstand erhoben.

Dass die ersten Ballonfahrer derart gefeiert wurden, ist wahrlich kein Wunder: Man stelle sich vor, wie die Menschen damals gestaunt haben, schließlich war der Ballon das erste Luftgefährt, das sie am Himmel entdecken konnten.

Auch wenn zunächst nur Tiere im Ballon saßen, der Schritt zum Transport von Menschen hoch oben in der Luft war jetzt nicht mehr weit. Der uralte Traum vom Fliegen war für die Menschheit damit zwar endlich wahr geworden – aber in den ersten Jahrzehnten leider nur dem Adel vorbehalten. Das änderte sich aber glücklicherweise mit der Zeit und heute kann sich jeder eine Ballonfahrt in luftigen Höhen gönnen.